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Schule Letzi
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Projekt «Schulen in die Politik»

Als unsere beiden Klassen im letzten Spätherbst angefragt wurden, ob sie beim Projekt «Schulen in die Politik» mitmachen würden, hatten wir nicht wirklich eine Ahnung, auf was wir uns da genau einliessen, aber es tönte spannend.

Das Projekt begann mit der Phase 1 – der Einführung in die Abläufe des Gemeinderats. Unsere beiden Klassen trafen sich am 21. März vor dem Rathaus der Stadt Zürich. Schnell wurde uns bewusst, dass dies eine ernsthafte Angelegenheit war. Bevor wir richtig ins Rathaus reinkonnten, mussten wir einen elektronischen Sicherheitskontrollposten, der von zwei Polizisten bewacht wurde, passieren.

Im Ratssaal zeigte uns der damalige 1. Vizepräsident Martin Bürki, wie Politik in der Stadt Zürich funktioniert. Wir durften im Ratssaal auf den Plätzen der echten Parlamentarierinnen und Parlamentarier Platz nehmen und konnten auch die Abstimmungsanlage ausprobieren. Ausserdem erklärte uns Herr Bürki, was uns in den nächsten Monaten vor unserer eigenen Schul-Ratsdebatte an Arbeit erwarten würde.

Nach der Führung zogen wir uns auf die Tribüne des Rathauses zurück. Wir waren erstaunt, wie unruhig die Politiker waren, wie wenig sie einander zuhörten und dass sie immer wieder vom Präsidenten Peter Küng zur Ruhe ermahnt werden mussten. Die eigentlichen Diskussionen schienen ziemlich trocken über die Bühne zu gehen, bis die Finanzierung der Sozialleistungen plötzlich für heftige Emotionen sorgte.

Die 2. Phase - die Vorbereitung der Schul-Ratsdebatte - fand im Deutschunterricht nach den Frühlingsferien im Schulzimmer statt. Als erstes füllten wir den Smartvote - Fragebogen zu den Gemeinderatswahlen 2018 aus und eruierten so die Partei, die unsere Interessen am ehesten vertritt. In beiden Klassen bildeten sich daraus fünf Fraktionen; die SP, die Grünen, die EVP, die CVP und die SVP bzw. die EDU.

Um uns über die Ziele unserer Partei klar zu werden, untersuchten wir die Parteiprogramme zu wichtigen Themen und stellten diese dann in der Klasse vor. Anschliessend lasen wir uns sorgfältig in die vier Themen unserer Schul-Ratsdebatte ein (Videokameras am Stauffacher, Gestaltung Swissmill Silo, Neubau der Schulanlage Pfingstweid und Racial Profiling), stellten diese unserer Fraktion vor, fassten eine Abstimmungsparole und sammelten Argumente für oder gegen die Geschäfte.

Die Unterlagen, die wir zur Verfügung hatten, waren ausführlich und anspruchsvoll und manchmal war uns zuerst gar nicht ganz klar, welche Konsequenzen ein JA oder ein NEIN zu den Weisungen und Vorstössen haben würde. Durch intensive Diskussionen formulierten wir unsere Meinung immer differenzierter.

Nun warten wir gespannt auf die 3. Phase - die Schul-Ratsdebatte mit drei anderen Schulklassen. Diese wird am 19. Juni wieder im Rathaus stattfinden und wir hoffen, dass wir genügend überzeugende Argumente gefunden haben.