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Lesebiographien

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse Kaiser blickten in die Vergangenheit zurück und schrieben ihre Lesebiographien auf.


Alessias Lesebiographie

Meine Eltern und Grosseltern haben mir oft vorgelesen, daran kann ich mich noch gut erinnern. Sie haben lieber vorgelesen als vorgesungen.
Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie uns immer wieder auch gerne Märchen vorgelesen hätte, aber ich und meine Zwillingsschwester wollten eher Geschichten wie zum Beispiel  Babar hören. Auch die Geschichten aus den kleinen Pixi-Büchlein haben wir gemocht.

Als ich in den Kindergarten kam, gab es dort ein Mädchen das schon lesen konnte. Marlene hiess sie. In einigen Pausen hat sie dem halben Kindergarten vorgelesen. Danach wollte ich auch unbedingt lesen können und als ich dann in die 1. Klasse kam, war ich ganz stolz darauf endlich schreiben und lesen zu lernen.
Ich erinnere mich, dass wir zuerst mit Mundbilder gelernt haben Buchstaben zu lesen. Erst später kam eine weitere Lehrerin fürs schreiben und lesen in unsere Klasse, die uns beigebracht hat, wie man das Schreibzeug richtig halten soll. Bei ihr mussten wir auch Arbeitsblätter zu Schnüerlischrift lösen. 
Ich hatte auch eine Phase da habe ich einfach alles gelesen, vor allem wenn wir unterwegs waren. Vom Strassenschild bis zum Plakat.
Das magische Baumhaus und Die drei ??? waren die ersten Bücher mit vollgeschriebenen Seiten und die Harry Potter Bücher waren dann die richtig dicken Bücher die ich ungefähr Ende 3.Klasse und in der 4.Klasse verschlungen hatte. Auf diese Bücher gebracht hat mich meine Zwillingsschwester. Sie wollte unbedingt, dass ich Harry Potter lese. 

Gerade vor kurzem habe ich Blue Blue Eyes, Im Labyrinth der Lügen, Anne Frank und White Zone- Letzte Chance gelesen. Diese Bücher fand ich alle faszinierend, vor allem Anne Frank und Im Labyrinth der Lügen, weil sie etwas mit der Realität zu tun haben.
Anne Frank ist ein Tagebuch geschrieben im 2.Weltkrieg und im Buch Im Labyrinth der Lügen geht es um einen Jungen, der während der Zeit der Berliner Mauer lebt und  seine Eltern nicht sehen kann, weil er die DDR nicht verlassen darf.
White Zone- Letzte Chance spielt in der Zukunft, Jahr 2030. Es geht um sechs vorbestrafte Jugendliche, die die letzte Chance in der Antarktis bekommen, um in ihr normales Leben zurückzufinden. Im Buch Blue Blue Eyes geht es schlussendlich um Leben retten und darum eine mysteriöse Vergangenheit aufzudecken. 

Ich lese gerne. Mein Vater übrigens auch. Wir haben wegen ihm sehr viele Bücher zu Hause. Ich mag sehr viele verschiedene Sachen zum Lesen: Comics, Taschenbücher, Tagebücher, Sachbücher, Fantasie Bücher… usw. Eigentlich Alles. - Mit einer Ausnahme: Märchen. :-)


Kevins Lesebiographie

Nach etwa 7 Jahren fand ich endlich das Richtige zum Lesen, etwas was mich bis heute interessiert und mir grosses Wissen über das Leben ermöglicht. Wie ich auf das kam, beschreibe ich in meiner Lesebiografie:
Als ich sehr klein war, liebte ich es, wenn meine Mutter mir eine Geschichte vorlas. Ich hörte die so oft, sodass ich sie auswendig konnte. Plötzlich kam ich in die 1. Klasse und so wie alle Kinder, war ich sehr neugierig, als ich lesen lernte. Die Lieblingslektion von fast allen war die Lesestunde. Wir hatten Spass und machten sogar Wettkämpfe, wer am schnellsten lesen konnte. Obwohl dies nicht viel brachte, hatten wir noch mehr Spass, aber so wie alles, hatte dies auch ein Ende. Beim Übergang zur Mittelstufe war die Lust und die Freude komplett weg. In der Schule lief alles gut, doch bei den Aufsätzen war ich die grösste Katastrophe. Meine Eltern sagten mir, ich solle wieder anfangen zu lesen, weil man da die Grammatik und die Rechtschreibung übt. Ich fühlte mich so gezwungen, diese Bücher zu lesen, dass ich anfing, diese überhaupt nicht zu lesen. So ging das bis zum Ende der 5. Klasse. Dann kam die Gymiprüfung und ich machte mir selber Druck, aber eines Tages erzählte ich dies meiner Grossmutter und sie sagte mir die Lösung der Lösungen! Sie erzählte mir, dass sie ebenfalls keine Bücher las, weil ihr die Fantasiegeschichten nicht so gefielen, aber dafür liebte sie es immer auf dem neusten Stand zu sein und über viele Dinge, die sie interessierte, Neues zu lesen. Ich probierte es die ersten Tage aus und es war Liebe auf den ersten Blick. Anstatt am Morgen aufzuwachen und Videospiele zu spielen, las ich mehrere Online Artikel über Themen, die mich interessieren, wie zum Beispiel über Naturkatastrophen, Technik, Sport und neue Veröffentlichungen.

Mir macht es immer noch extrem viel Spass diese Artikel durchzulesen und ich lerne dabei viele interessante und neue Dinge.    


 Annas Lesebiographie

«Was sind Bücher für mich?» Diese Frage hatte ich mir gestellt, bevor ich diesen Text geschrieben habe und darauf eine folgende Antwort gefunden: Ferien. Wenn ich ein Buch lese, dann ist es für mich eine andere Welt. Also Ferien.

Als ich etwa zwei Jahre alt war, fingen mir meine Eltern und Grosseltern an vorzulesen. Oft war es eine Gutenachtgeschichte oder einfach nur ein Buch. Meine Eltern lasen mir als erstes die Wimmelbücher und Barbapapa vor, meine Grosseltern dagegen lasen mir immer Märchen vor, wie zum Beispiel: Rotkäppchen, die sieben Zwerge oder Schneewittchen. Am liebsten hatte ich es, wenn sie auf Schweizerdeutsch vorgelesen haben. Als ich dann etwa drei Jahre alt war, nahm mich meine Mutter in die Bibliothek mit. Da konnte ich Bilderbücher und Vorlesebücher selbst aussuchen. 

Als ich in den Kindergarten kam, las mir mein Vater das erste Mal, «Ronja die Räubertochter» vor. Ich stellte mir die Geschichte wie in einem Traum vor. Ich weiss noch, wie ich gelacht habe, als der Vater der Räubertochter vor Wut Eier an die Wand geschmissen hatte. In der ersten Klasse lernten wir dann lesen und schreiben mit Karten, auf denen Buchstaben standen. Darauf waren Münder abgebildet, die so geformt waren, wie man den jeweiligen Buchstaben richtig ausspricht. Unsere Lehrerin las uns damals immer ein Fantasybuch vor, das ich sehr interessant fand. Meine Mitschüler und ich baten sie immer weiter vorzulesen, doch sie lachte nur und sagte: «Lest doch einfach selbst ein Buch, dann könnt ihr so viel lesen, wie ihr wollt.» Doch ich hatte keine Motivation zu lesen.

In der vierten Klasse mussten wir pro Tag 30 Minuten lesen.  Anfangs fiel mir dies noch schwer, doch als ich dann die richtigen Bücher auslas, fand ich Gefallen daran. Von da an waren keine Bücher, Magazine oder Comicshefte mehr von mir sicher. Ich las und las in jeder freien Minute.

Heute lese ich auch noch sehr viel, aber nicht mehr so oft, da ich nicht mehr so viel Zeit dazu habe, wie ich gerne hätte. Langsam habe ich Angst, dass mir der Lesestoff ausgehen könnte.


Kyles Lesebiographie

Das Lesen hat mein ganzes Leben begleitet von klein bis gross. Am Anfang waren es noch Bilderbücher, jetzt sind es ganz verschiedene Bücher. Wie es dazu kam erzähle ich euch jetzt:

Mein Grossvater hatte mir, als ich ein Baby war, oft vorgelesen. Meine Mutter hingegen kaufte mir Bilderbücher auf Deutsch und Englisch und mein Vater übernahm dann das Vorlesen. Als ich 4 Jahre alt war, brachte mir meine Mutter englisch lesen bei. Im ersten und zweiten Kindergarten konnte ich dann einige deutsche und englische Bilderbücher lesen. In der ersten und zweiten Klasse perfektionierte ich das Lesen und Schreiben. In der dritten machte ich mir Gedanken über meine frühere Lesezeit, weil mein Grossvater mir oft über seine frühere Vorlesezeit erzählte. Mir fiel auf, dass ich viel weniger las als zuvor, nicht nur dies, sondern auch, dass ich immer im Bett las und zwar abends. Nach diesem Gedanken las ich jeden Abend. Daraufhin las ich wirklich jeden Abend bis zur sechsten Klasse. Aber dann sank plötzlich das Interesse an Büchern. Das Lesen geriet in Vergessenheit und es machte mir nicht mehr so Spass. In letzter Zeit lese ich hin und wieder, das hilft mir, mich von Sachen abzulenken.

Meine Lesegeschichte ist sehr mitreissend, weil ich immer eine andere Einstellung zum Lesen hatte; teils positive, zum teils negative. Ich bin auch gespannt darauf, was mich in der Zukunft erwartet!